Berichte

Kirchliches Sein und die entsprechende Theologie vollziehen sich immer in geschichtlichen Kontexten und werden von diesen geprägt. Das gilt auch für die Geschichte der Mennoniten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR. Bei der noch ausstehenden, aber dringend erforderlichen Erforschung der Geschichte der Mennonitengemeinde in der SBZ/DDR sollten noch erhaltene Selbstzeugnisse und Interviews mit Zeitzeugen mit den Quellen staatlicher Provenienz verzahnt werden. Wie hat sich die kleine Gemeinschaft der Mennoniten, deren Größe in der DDR Anfang der fünfziger Jahre auf etwa 1.000 Mennonitinnen und Mennoniten geschätzt und zum Ende der DDR offiziell noch mit 244 Personen angegeben wurde, zum DDR-Sozialismus verhalten?

Die guten Erfahrungen mit unserer Gemeinde beim NDR-Radiogottesdienst 2015 haben zu einer erneuten Anfrage Ende letzten Jahres geführt. Nun findet in unserer Kirche wieder ein Radiogottesdienst statt. Eine gute Gelegenheit, als Mennonitengemeinde öffentlich wirksam zu sein. Das Thema des Sonntages „Jubilate“ (Jubelt) greift die Freude der Osterzeit auf und wird im Wochenspruch deutlich: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen; siehe, Neues ist geworden.“ (2 Kor 5, 17).

Das 2017 vom Mennonitischen Geschichtsverein herausgegebene Buch hat viele Menschen zum Nachdenken, Gemeindeglieder ins Gespräch und eine konstruktive Auseinandersetzung in vielen mennonitischen Familien gebracht. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken sollen Menschen zu Wort kommen, die sich in Forschung oder Biografie mit der Rolle der Mennoniten in der NS-Zeit beschäftigt haben. Hans-Jürgen Goertz (angefragt) wird über die Wirkung seiner beiden Aufsätze 1977 und 40 Jahre später berichten und seine Erfahrungen mit der schmerzvollen Aufarbeitung dieser schwierigen Fragestellung schildern.

Der mennonitische Autor Horst Martens kommt in unsere Gemeinde um sein Buch "Ruben" vorzustellen, einige Passagen zu lesen und in einem Gespräch über eigene Erfahrungen, Anmerkungen und Fragen zur Verfügung zu stehen. Menschen, die den Roman schon gelesen haben, sind genauso eingeladen wie Interssierte, die sich auf Berichte und Erinnerungen von Mennoniten und Mennonitinnen aus Paraguay aus den 1950er Jahren bis heute einlassen wollen. Spannung ist garantiert!

Unsere neue Themenreihe steht unter der Überschrift: "Sicherheit! - zu welchem Preis? - Das bedürfnis nach Sicherheit und Grundrechte im Widerstreit" - Über zahlreiche Teilnehmende würden wir uns sehr freuen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei und wird gemeinsam mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg ausgerichtet.

Herzlich seid ihr alle eingeladen zum diesjährigen Sommerfest. Wir feiern es zusammen mit unserer Nachbarin, der Gebetsgemeinschaft. Bitte bringt Beiträge für das Buffet mit! Der folgende Ablauf ist im Zeitrahmen von 9h bis 16h geplant.

Das Leben und die Musik von Johnny Cash in einer Stunde? Geht das? Ja, das geht, wenn man der Spur des späten Johnny Cash und seines Produzenten Rick Rubin folgt. Er hatte in den späten 90er Jahren durch einen minimalistischen, auf den Kern von Rhythmus und Harmonie reduzierten Sound für ein Comeback von Johnny Cash gesorgt. Johnny Cash und er hatten sich entschieden, Songs aufzunehmen, die das amerikanische Leben in seinen Höhen und Tiefen repräsentieren. Johnny Cash sang neben eigenen auch etliche Songs anderer Autoren.

Der dritteTeil in der Themenreihe "Toleranz - eine unmögliche Tugend? Zwischen Populismus und "Political Correctness" findet am 20. Januar 2017 in unserer Mennonitenkirche statt. Wie immer diskutiert ein prominent besetztes Forum zu einem zentralen Thema. Überschrieben ist dies in diesem Monat mit der Aussage: "Ich bin kein Nationalist, aber..." - Über zahlreiche Teilnehmende würden wir uns sehr freuen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei und wird gemeinsam mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg ausgerichtet.

Der zweite Teil in der Themenreihe "Toleranz - eine unmögliche Tugend? Zwischen Populismus und "Political Correctness" findet am 2. Dezember in unserer Mennonitenkirche statt. Wie immer diskutiert ein prominent besetztes Forum zu einem zentralen Thema. Überschrieben ist dies in diesem Monat mit der Aussage: "Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber..." - Über zahlreiche Teilnehmende würden wir uns sehr freuen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei und wird gemeinsam mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg ausgerichtet.

Am Sonntag, den 25.9.16 hat eine außerordentliche Gemeindeversammlung als höchstes Gremium unserer Gemeinde über den von der Findungskommission vorgeschlagenen Kandidaten zur Pastorennachfolge von Bernhard Thiessen abgestimmt. Nach einer offenen Aussprache im Plenum fand eine geheime Wahl statt. Einziger Kandidat war Herr Hentschel aus Paderborn. Da Pastor Thiessen zum 1.1.2017 seine Arbeit in Hamburg beenden wird, benötigt die Gemeinde einen Nachfolger für diesen Posten.

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Monatslosung

Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Johannes 20, 21

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.