Gastfrei zu sein vergesst nicht

geschrieben von Maren Schamp Wiebe

Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebr. 12,13) - Bist du / Sind Sie ein „gastfreier“ Mensch? Das Wort „gastfrei“ klingt ungewöhnlich und lässt an „hitzefrei“ oder „fieberfrei“ denken. Im Vers aus dem Hebräer-Brief ist aber genau das Gegenteil gemeint. Der unbekannte Briefeschreiber rät den hebräischen Gemeindegliedern sinngemäß: „Seid frei, Gäste aufzunehmen, vergesst nicht, gastfreundlich zu sein!“.  Vielleicht musste er an das Gebot der Nächstenliebe erinnern.

Denkbar ist aber auch, dass er aufgrund positiver Erfahrungen mit Gastfreundschaft diesen Vers an den Schluss des Briefes setzt. Auch wir haben gute Erfahrungen mit Gästen aus anderen Ländern, Kulturen und Familien gemacht. Es waren Mennoniten, Fußballverrückte, Studenten, Austauschschülerinnen oder Verwandte, die für einige Zeit bei uns wohnten.

Manches Mal sah ich dem Besuch mit gemischten Gefühlen entgegen, weil ich be-ruflich oder familiär gerade sehr eingespannt war. Es gab auch mal Vorbehalte gegenüber einigen angekündigten Fremden. Doch diese waren fast immer unbegründet. Wir durften wunderbare Menschen bei uns zu Gast haben, lernten inte-ressante Gesprächspartner kennen, bekamen liebevolle bis skurrile Gastgeschenke und durften teilhaben an Freud und Leid. Manchmal ist mir erst im Nachhinein bewusst geworden, wie sehr mich eine Begegnung berührt hat. Ohne mein Wissen hatte ich Engel beher-bergt, wie es im Hebräerbrief so schön umschrieben wird.

Das Programm „MENNONITE YOUR WAY“ möchte Mennoniten aus aller Welt miteinander verbinden. Über 1700 Personen, Ehepaare oder Familien, vor allem aus Nordamerika, aber auch aus Asien, Afrika, Europa und Asien haben sich als Gastgeber registrieren lassen und bieten damit „Bett und Frühstück“ für Mennoniten aus aller Welt an. Mechthild und Fritz Schulz waren jahrzehntelang (1989 – 2014) eine Anlauf-stelle in Hamburg und nahmen etliche Gäste auf. Einzelne, Ehepaare, Familien und sogar kleine Gruppen übernachteten ein bis zwei Nächte bei Schulzens und genossen ihre Gastfreundschaft. Für Mechthild und Fritz waren die meisten Begegnungen be-reichernd. Seit 2017 sind wir in ihre Fußstapfen getreten und bieten Mennoniten und Mennonitinnen aus aller Welt Gästezimmer, geschmierte Brötchen und Gespräche. Wer weiß, wie viele Engel wir noch beherbergen dürfen?!

Wer selbst bei Mennonite your way dabei sein möchte, findet alle passenden Informationen auf http://www.mennoniteyourway.com/Myw/

Foto: travel von fdcomite - Bestimmte Rechte vorbehalten

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Monatslosung

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.

Matthäus 2, 10

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.

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