Pfingsten lädt ein zur Tempelpflege

geschrieben von  Corinna Schmidt

„Unser Körper gehört Gott", sagt der Apostel Paulus, aber er fügt ganz sympathisch, ganz menschlich hinzu: Macht dem Heiligen Geist Ehre durch die Art, wie ihr mit eurem Körper umgeht!" Körperfreundlichkeit und nicht Feindlichkeit. Und wir Christen? Reden wir so gern von unserem Körper? Wir gesellen ihm lieber sogleich Geist und Seele hinzu. Sicherheitshalber. Bibelhalber. Paulus schreibt, dass unser Leib, unser Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Da erhält unser Körper eine Würde und wir Menschenkinder werden ganzheitlich wahrgenommen. Und so ist es ja auch: wenn ich mit ganzem Herzen Gott suche und aus Gottes Kraft leben möchte, dann kann das nicht nur im Kopf geschehen.

Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.
(1.Korinther 6,19)

An Pfingsten feiern wir, dass Gott seinen Geist immer wieder neu schenkt. Sind wir mit all unseren Poren durchlässig Gottes Geistkraft zu empfangen? Und was bedeutet das? Es ist erwünscht achtsam mit sich selbst zu sein! Es ist erwünscht den Körper zu pflegen und ihm Ruhe zu gönnen. So spüre ich mich selbst, nehme mich ernst und mache dem Heiligen Geist Ehre. Das ist zugleich eine Erlaubniskarte jegliche Form von Aktivismus ruhen zu lassen und darauf zu vertrauen: Gott macht sich bemerkbar, Gottes Geist wohnt in mir und meine Aufgabe ist es, dass dieser Wohnort einladend ist. Wodurch wird ein Wohnort einladend? Erst einmal durch’s Aufräumen. Im übertragenen Sinne heißt das: Mich zu trennen von dem, was Ballast ist, so dass Raum entsteht für das Wesentliche. So taucht so dies oder das auf, was verborgen war. Gottes Geist-kraft hebt die verborgenen Schätze in mir. Und nun ist es an mir, an euch, Gottes Wohnort auszubauen und auszuschmücken mit dem, was Gott gefällt. Und dabei die eigene Tempelpflege mit im Blick zu haben!

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Monatslosung

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kol 4, 6

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.