Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.

geschrieben von  Dennis Slabaugh

Eine berechtigte Frage kann manchmal störend wirken. Die Pflichten des Alltags beschäftigen uns; sie verlangen unsere volle Konzentration. Und die geben wir gerne, eben weil solche Pflichten uns so wichtig erscheinen. Sie nehmen uns vollkommen in Besitz; es stört uns dann, wenn Leute, besonders Leute, die uns fremd vorkommen, plötzlich vor uns stehen und die berechtigte Fragen stellen: „Ist das denn wirklich so wichtig? Ist nicht etwas anderes doch wichtiger?“

So muss es den Frauen im Kreis um Jesus gegangen sein als sie ganz früh am Morgen nach Jesu Tod aufbrachen, um ihren Pflichten nachzukommen. Der Leichnam Jesu musste gesalbt werden. Deshalb haben sie eben ihren Balsam mitgebracht. Was sie am Grab fanden, musste sie aber gestört, ja irritiert haben. Der Stein vorm Grab war weggerollt worden, das Grab stand offen. Aber: Jesu Leichnam war nicht da! Und diese zwei Männer standen plötzlich da. Die Frauen waren mehr als verdutzt, als sie von den hell leuchtenden Gewändern der Männer fast geblendet wurden. Sie wollten nur ihre Pflicht tun. Stattdessen gab es nur Hindernisse und die Frage von den Männern: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“

Eine berechtigte Frage. Zumal Jesus schon gesagt hatte, dass er auferstehen würde. Die Frauen hörten jetzt: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ Das passte irgendwie nicht in ihren Alltag hinein, nicht zu den Pflichten, die sie zu erfüllen hatten. Aber: Sie erinnerten sich doch an seine Worte. Sie fingen an, den Lebenden auch anderen verkündeten. Die Frage ist aber immer noch berechtigt. Sind wir immer noch so voll mit dem alltäglichen Leben beschäftigt, dass wir das Leben bei den Toten noch suchen? Wenn ja, dann was tun wir? Es ist aber im Grunde ganz einfach. Wir erinnern uns: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“

Foto: Garden Tomb by Tim Reid unter CC 2.0 Lizenz, bestimmte Rechte vorbehalten.

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Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden

Lukas 24, 5-6

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Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.