"Ihr aber seid die Auserwählten, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, Gottes Eigentum. Denn ihr sollt die großen Taten Gottes Verkündigen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat.“ (1. Petrus 2,9) - Etwas Besonderes zu sein ist ein gutes Ding. Menschen brauchen das Gefühl, dass sie doch – trotz allem – etwas Besonderes sind. Kleinen Kindern wird oft gesagt, wie besonders sie sind. Und das sind sie auch, weil sie so viel lernen und dann auch leisten können. Später im Leben wird die Situation dann anders.

- starke Polizei gerne, denn das Militär löst keine Konflikte, endgültig – Altona am 22. Januar 2016. Die Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona hat zum dritten und letzten mennoFORUM in diesem Winterquartal eingeladen. Drei Themen im Zusammenhang mit der Reformation wurden in den Fokus gerückt: zunächst die Glaubens-/Gewissensfreiheit, dann die Migration und heute nun die Gewaltfreiheit. Die Täufergeschichte ist gekennzeichnet durch viel Gewalt und aus dieser Erfahrung heraus ist sie auch geprägt von vielen Versuchen zur Gewaltlosigkeit, so Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der „Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen“ der Universität Hamburg und Moderator des mennoFORUMs.

Bereits im April 2014 haben wir bei einem musikalischen Abend und einem Festgottesdienst an die Grundsteinlegung unserer „Mennoburg“ gedacht. Die verschiedenen Vorbereitungsgruppen begannen denn auch mit ihrer Arbeit. Am langwierigsten war wohl das Buchprojekt: „100 Jahre Augenblicke“. Geschichtchen aus der Geschichte wurden gesammelt. Viele Menschen haben sich erinnert. Mit Zeichnungen von Kindern, vielen historischen und aktuellen Fotos vom Gebäude, Zitaten und Artikeln wurde das Buch zu einem bunten Beitrag zum Jubiläum und auch weit darüber hinaus. Allen noch einmal herzlichen Dank, die daran mitgewirkt haben, es gekauft haben und hoffentlich zum Genuss und Gewinn auch gelesen haben.

Es gibt verschiedene Versuche, Gott zu beschreiben; als Vater, als Herr, oder eben hier ungewöhnlicherweise als Mutter. Es ist bemerkenswert, dass hier einmal nicht die Männlichkeit, sondern die Weiblichkeit mit Gott assoziiert wird: wobei es auch in Zeilen vorher vor allem um eine Seite des Weiblichen geht: Die Mütterlichkeit. Wofür steht sie hier und wofür steht dann Gott? – Es wird die Sehnsucht ausgedrückt, dass Gott uns nicht los lässt, sondern umfangen hält wie eine Mutter einen Säugling. Ein liebevolles Umfangen, ein sanftes, zärtliches, ein umsorgendes, ernährendes.

 

Dieser Vers ist einerseits ganz klar und verständlich – und andererseits doch recht kompliziert. Will Markus wirklich sagen, dass nur ein Mensch, der sich mit allen seinen Mitmenschen ausgesöhnt hat, sein Wort an Gott richten darf? Würden Christen sich strikt daran halten, ginge ich davon aus, dass im Himmel recht wenige Gebete ankommen würden. Ich glaube schon, der Evangelist meint es ernst – aber eher im grundsätzlichen Sinne: Er stellt eine Hierarchie auf, sagt uns also, was wichtiger – und was weniger wichtig ist.

In unserer Themenreihe: Reformation und Freiheit – aus täuferisch-mennonitischer Perspektive – im Dialog laden wir ein zum 12. mennoFORUM. Schwerpunkt diesmal ist das Thema "Reformation und Gewaltfreiheit". Am Freitag, den 22. Januar 2016 diskutieren Experteninnen und Experten ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg.

Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden. (Jes. 49,13) - Dies ist eine grandiose Aufforderung und Ermunterung zum Feiern. Der ganze Kosmos, die Natur, ja, die Schöpfung Gottes, soll ihren Schöpfer und seine großen Taten widerspiegeln in Freude und Fest. Ist es poetisch orientalischer Überschwang? Hatte denn das Volk Israel, zu dem dieser Text im 6 Jh. v.Chr. gesprochen wurde, Grund zum Feiern? Sie waren eben ins Exil geführt worden, hatten Krieg, Tod und Verfolgung erlebt.

Donnerstag, 01 Oktober 2015 00:00

Unsere Gemeinde in den Medien

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Im Herbst 2015 sendete NDR 90,3 einen 40minütigen Bericht über unsere mennonitische Gemeinde unter dem Titel "Abendjournal spezial: Mennoniten in Hamburg". Das Stück ist auf der Website des NDR und auch auf unserer Homepage abrufbar. Vielen Dank für die Erlaubnis an den Autor Daniel Kaiser. Kurz darauf wurde auch einer unserer Gottesdienste live im Radio auf NDRinfo gesendet. Wer dies live verpasst hat, oder sich selbst oder seine Bekannten und Verwandten nochmal anhören möchte, kann dies hier tun. Den einen oder anderen Sänger wird man sicher heraushören können.

Der Judasbrief ist wohl die am wenigs-ten bekannte Schrift des Neuen Testaments. Schon der Name des Verfassers befremdet, weil man unwillkürlich an Judas Iskariot denkt, der Jesus verraten hat. Aber der Judas, der diesen Vers geschrieben hat, ist jemand anderes. Er nennt sich „ein Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus“ und könnte ein Halbbruder von Jesus gewesen sein. Der Judasbrief ist wirklich eine interessante Lektüre - nicht, weil er so schön kurz ist und eine der kleinsten Schriften des Neuen Testamentes. Dieser Text ist vermutlich auch eine der am wenigsten gelesenen Schriften der Bibel.

In unserer Themenreihe: Reformation und Freiheit – aus täuferisch-mennonitischer Perspektive – im Dialog laden wir ein zum 11. mennoFORUM. Schwerpunkt diesmal ist das Thema "Reformation und Migration". Am Freitag, den 27. November 2015 diskutieren Experteninnen und Experten ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg.

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Monatslosung

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kol 4, 6

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung gerade läuft. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem spannenden Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.