Donnerstag, 01 Oktober 2015 00:00

Unsere Gemeinde in den Medien

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Im Herbst 2015 sendete NDR 90,3 einen 40minütigen Bericht über unsere mennonitische Gemeinde unter dem Titel "Abendjournal spezial: Mennoniten in Hamburg". Das Stück ist auf der Website des NDR und auch auf unserer Homepage abrufbar. Vielen Dank für die Erlaubnis an den Autor Daniel Kaiser. Kurz darauf wurde auch einer unserer Gottesdienste live im Radio auf NDRinfo gesendet. Wer dies live verpasst hat, oder sich selbst oder seine Bekannten und Verwandten nochmal anhören möchte, kann dies hier tun. Den einen oder anderen Sänger wird man sicher heraushören können.

Der Judasbrief ist wohl die am wenigs-ten bekannte Schrift des Neuen Testaments. Schon der Name des Verfassers befremdet, weil man unwillkürlich an Judas Iskariot denkt, der Jesus verraten hat. Aber der Judas, der diesen Vers geschrieben hat, ist jemand anderes. Er nennt sich „ein Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus“ und könnte ein Halbbruder von Jesus gewesen sein. Der Judasbrief ist wirklich eine interessante Lektüre - nicht, weil er so schön kurz ist und eine der kleinsten Schriften des Neuen Testamentes. Dieser Text ist vermutlich auch eine der am wenigsten gelesenen Schriften der Bibel.

In unserer Themenreihe: Reformation und Freiheit – aus täuferisch-mennonitischer Perspektive – im Dialog laden wir ein zum 11. mennoFORUM. Schwerpunkt diesmal ist das Thema "Reformation und Migration". Am Freitag, den 27. November 2015 diskutieren Experteninnen und Experten ab 18 Uhr in der Mennonitenkirche Hamburg.

Parallel zum Jubiläum schaffte es unsere Gemeinde noch, das „Schulbeutelprojekt“ des Mennonitischen Hilfswerks zu unterstützen. Tatkräftig waren viele Menschen im Einsatz: Es wurde genäht, Geld gespendet, Informationsmaterial gebastelt, eingekauft, eine Großspende eingeworben, sortiert und gepackt. Beim Nähnachmittag am 4. September nähten Frauen aus der Gemeinde und der Gebetsgemeinschaft zusammen viele Beutel. Jede nahm noch Arbeit mit nach Hause und auch etliche andere Frauen nähten zu Hause fleißig Beutel um Beutel.

... und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob2, 10) - Hiob ist ein geschlagener Mann. Trotz seines gottesfürchtigen, frommen Lebenswandels trifft ihn ein Unglück nach dem anderen. Seine Herden werden vom Blitz erschlagen, Knechte getötet, die Kinder unter einem einstürzenden Haus begraben. Wo hat Hiob gefehlt? Er ist sich keiner Schuld bewusst und fällt in tiefe Zweifel. Er zerreißt sein Gewand, fällt nieder zur Erde und betet. An dieser Stelle schauen wir Hiob ins Herz. Er hätte Gott fluchen können. Aber in all seiner inneren und äußeren Not betet er: „Der Herr hat‘s gegeben, der Herr hat‘s genommen, der Name des Herrn sei gelobt.“

Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät, sagt ein evangelischer Kollege von mir immer mal wieder. Wir sollen werden wie die Kinder, sagt Jesus immer mal wieder. Kinder und Kindheit sind also besonders mit Segen oder Sehnsucht ausgestattet. Doch wie sind Kinder? Was macht Kinder aus? Hier einige gängige Meinungen: Alle Kinder können malen. Kinder machen Krach. Kinder sind süß. Kinder quengeln rum. Kinder kann man zwar erziehen, aber am Ende machen sie sowieso alles nach, was sie bei ihren Eltern sehen. Kinder brauchen Liebe. Sicher können wir die Liste noch ergänzen. Was meint Jesus, wenn er sagt: Wenn Ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet Ihr nicht ins Himmelreich kommen (Matth. 18,3)?

Der Umgang mit der Wahrheit: „Euer Ja sei ein Ja, Euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösem.“ Mt 5,37 - Eigentlich geht es hier um das Schwören bzw. darum, einen Eid zu leisten. Ein Eid, ein Schwur als Bekräftigung der Wahrheit. Warum ist das notwendig? Bonhoeffer stellte hierzu fest: „Der Eid ist der Beweis für die Lüge in der Welt.“ Damit trifft er ziemlich genau das, was Jesus meint. Es gibt tatsächlich viele Stufen zwischen einer dreisten Lüge und der ganzen Wahrheit. Wir reden von den verdrehten Wahrheiten oder von halben Wahrheiten. Der Umgang mit der Wahrheit ist in unserer Welt eine regelrechte Kunstform.

Es scheint ein Kennzeichen junger Menschen zu sein, dass sie sich als unbesiegbar fühlen. Sie strotzen vor Energie, saugen tagtäglich unermesslich viele neue Erfahrungen in sich auf und fühlen, wie sie wachsen, größer und stärker werden. Jeder Tag birgt in sich neue Herausforderungen, die gemeistert werden, und neue Chancen, das zu zeigen, was sie können. Es gibt zwar hier und dort kleine Niederlagen. Die Kräfte reichen manchmal doch nicht aus, die Erfahrung ist noch nicht ganz da, um in jeder Situation Herr oder Herrin der Lage zu sein. Aber das macht nichts, es ist egal, das nächste Mal klappt es! Der Optimismus und die Zuversicht wachsen auch mit. Und warum nicht?

Manchmal bin ich so richtig sauer – auf mich und die Welt. Früher bin ich dann richtig hart ins Gericht gegangen mit Gott. Ich habe meiner Wut Ausdruck verliehen. Heute mache ich das eher weniger. Wütend zu sein auf Gott, das bringt doch nichts. Außerdem habe ich dann ein schlechtes Gewissen. Andererseits; geht nicht auch Gott mit uns manchmal – oder später einmal hart ins Gericht. Und haben sich nicht auch die Psalmisten hart über Gott geäußert und geklagt und geschrien. Aber sie hatten ja nun auch wirklich Grund dazu – denke ich: Was die alles durchmachen mussten…was für Schicksale die hatten…!

Jesus ist gekreuzigt, er wurde gefoltert und hingerichtet – tot ist der „König der Juden“. Die römischen Besatzer haben es geschafft, diesen Aufrührer zur Strecke gebracht. Dieses Kapitel sollte für sie nun am Ende sein. - Doch es kommt anders als erwartet. Gerade in diesem Moment bestätigt einer der beteiligten Soldaten: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“ (Mt 27,54) Diese Einsicht kommt reichlich spät, denn gestorben ist der Menschensohn bereits. Warum ist es gerade der ungläubige Büttel der Römer, der als erster die neue Geschichte in Gang bringt?

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Monatslosung

Und siehe, es sind Letzte, die werden die
Ersten sein, und es sind Erste, die werden
die Letzten sein.

Lk 13, 30

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.