„Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!“ Jesaja 1, 17 - Dieser Vers in der Bibel ist eine moralische Anleitung zur Gottesfurcht – in Jesaja lautet die Bezeichnung sogar „zum richtigen Gottesdienst“. Wer kann da nicht nicken und einverstanden sein, dass ChristInnen, ja, alle religiös und ethisch verantwortungsbewussten Menschen solche Worte ernst nehmen sollen. Es ist bis heute eine Frage geblieben, was denn richtiger Gottesdienst sein soll. Die einen entscheiden sich für die Abwendung von der Gesellschaft und fokussieren auf endzeitliche und paradiesische Erwartungen.

100 Jahre Kirchengebäude und Gemeindesaal: Am 12. September 2015 wollen wir an der Langen Nacht der Kirchen teilnehmen und am Sonntag, den 13. September wollen wir ein Fest mit der Nachbargemeinde feiern. Am darauffolgenden Wochenende soll dann am 19. September eine Begehung des Ortes unserer alten Kirche auf St. Pauli stattfinden, abends veranstalten wir das mennoFORUM und am Sonntag, den 20. September 2015 um 14 Uhr soll der offizielle Festgottesdienst mit Gästen von auswärts gefeiert werden. In der Woche dazwischen mag es auch noch die eine oder andere Veranstaltung geben.

Es war das 7. Treffen des Freundeskreises II (FK2) der Mennonitischen Jugend Nord-deutschland (MJN), wie in den letzten Jahren wieder zeitlich parallel und in großer räumlicher Nähe zum „Menno Treff XXL“ (dem früheren Herbstjugendtag der MJN) in Hannover. Ein Kreis von Erwachsenen, die sich die Förderung der Jugendarbeit unter den Mennoniten Norddeutschlands zum Ziel gesetzt haben und die selbst der MJN viel verdanken, an deren Freizeiten die meisten von ihnen einst teilnahmen.
Neben dem Austausch und der Gemeinschaft geht es bei diesen Treffen immer auch um thematische Arbeit, diesmal unter Anleitung von Bernhard Thiessen, Pastor der Hamburger Mennonitengemeinde.

Salomo, der Königssohn, steht vor einer riesigen Aufgabe. Sein Vater David befiehlt ihm, dem Gott Israels einen Tempel zu bauen. David selbst hatte schon sehr viel Material herbeigeschafft, aber es sollte nicht seine Aufgabe sein, dem Tempel letztlich zu bauen; sein Sohn sollte das große Werk vollbringen. Welche Herausforderung für Salomo! Aber sein Vater David steht hinter ihm; ermutigende Worte, prophetisch gefärbte Gottesworte, spricht er ihm zu. Die Macht des Vaters neigt sich dem Ende zu, aber er wird darüber nicht bitter, sondern gibt seine Macht und Verantwortung an den Sohn.

Zum Weihnachtsfest 1992, als wir Kinder mit der Sorge und Fürsorge für unsere alten Eltern sehr eingespannt waren, schenkten Bruder und Schwägerin mir eine schöne Bibel. Auf deren erster Innenseite sie den ersten Teil unseres Monatsspruchs als Widmung geschrieben hatten, zu jener Zeit ein sehr tröstliches Wort: Im Dennoch, trotz eines nicht leicht zu bewältigenden Alltags, an Gott zu bleiben und seine Hilfe und Nähe dankbar zu spüren, und immer wieder meine Hand in seine legen zu dürfen, um den Halt nicht zu verlieren.

Am Donnerstag dem 1. Mai 2014 trafen 11 Familien und das Betreuerteam mittags im Haus des Naturschutzbundes in Neustadt ein und aßen gemeinsam zu Mittag. Am Nachmittag konnten wir bei trockenem und teilweise sonnigem Wetter draußen eine Vorstellungsrunde machen. Diese war schon durch das Thema der Freizeit „Licht“ geprägt: die Familien gestalteten Schattenbilder. Eine erste inhaltliche Einführung in das Thema „Licht“ erhielten wir am Freitagmorgen durch Bernhard Thiessen. Er stellte eine Geschichte vor, bei der es darum ging, dass man sein Licht nicht unter einen Scheffel stellen sollte. Darum ging es das ganze Wochenende mit verschiedenen Aktivitäten. Die großen Kinder haben zum Beispiel mehrere Filme gedreht über die Geschichte, wie Saulus zum Paulus wurde.

Bald ist Pfingsten. Der Heilige Geist wird auf die Menschen, vor allem auf die Apostel „regnen“. Die christliche Kirche konstituiert sich: Was heißt das? Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. (Apg. 2, 11) Ich denke, es ist eine Geschichte des Verstehens und Zuhörens, des Verstehen-Wollens und Zuhören-Wollens – trotz aller Unterschiede. Es ist in dem Moment des Pfingstwunders ein wirkliches sich Öffnen für den Anderen. Warum und wie das passiert ist, warum gerade dann und dort, ist wahrlich nicht erklärbar und ein Wunder oder Zeichen!

Am 6. April 2014 startete der erste Glaubenskurs in der Mennonitengemeinde Hamburg. 11 Kinder zwischen 10 und 12 Jahren aus den Gemeinden Lübeck, Hamburg und Hannover wurden im Rahmen eines Familiengottesdienstes feierlich vorgestellt und gesegnet. Die sieben Mädchen und vier Jungen werden sich zwei Jahre lang mit der Glaubenskursgruppe an bestimmten Terminen treffen. In einem Pass sind die wichtigsten und verbindlichen Veranstaltungen eingetragen. Darüber hinaus sind alle Kinder eingeladen, an den anderen Sonntagen den Kindergottesdienst zu besuchen und an Freizeiten teilzunehmen. Bei ihrem ersten Treffen gestalteten die Glaubenskursteilnehmer und –teilnehmerinnen eine Kerze, die immer brennen soll, wenn sie einen Gottesdienst besuchen.

Gut, dass wir Sie haben! - Zur Realität jeder Gemeinde gehören Alteingesessene und Neu-Dazu-Gekommene, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, unterschiedliche gesellschaftliche Schichten und in allem: Frauen und Männer. Das war auch schon zu Paulus Zeiten so; und augenscheinlich hat das zu Ausgrenzungen geführt. Sonst müsste Paulus die Gemeinde in Galatien nicht daran erinnern, dass das Verbindende über alle gesellschaftlichen, nationalen und biologischen Grundmuster hinweg die Taufe ist. Wir alle gehören gleichermaßen zu Christus und dadurch ist alles Zertrennende schon weggenommen.

Am 6. April 2014 startete der erste Glaubenskurs in der Mennonitengemeinde Hamburg. Elf Kinder zwischen 10 und 12 Jahren aus den Gemeinden Lübeck, Hamburg und Hannover wurden im Rahmen eines Familiengottesdienstes feierlich vorgestellt. Die sieben Mädchen und vier Jungen werden sich zwei Jahre lang mit der Glaubenskursgruppe an bestimmten Terminen treffen. In einem Pass sind die wichtigsten und verbindlichen Veranstaltungen eingetragen. Darüber hinaus sind alle Kinder eingeladen, an den anderen Sonntagen den Kindergottesdienst zu besuchen und an Freizeiten teilzunehmen.

Was steht auf dem Programm:

  • sich als Gruppe kennen lernen
  • Gottesdienste besuchen
  • verschiedene Gemeinden kennen lernen
  • biblische Geschichten nacherleben
  • den Friedhof erkunden
  • die Mennokate besuchen

Bei ihrem ersten Treffen gestalteten die Glaubenskursteilnehmer und -teilnehmerinnen eine Kerze, die immer brennen soll, wenn sie einen Gottesdienst besuchen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne über das Gemeindebüro an  unseren Pastor Bernhard Thiessen oder Maren Schamp-Wiebe.

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Monatslosung

Und siehe, es sind Letzte, die werden die
Ersten sein, und es sind Erste, die werden
die Letzten sein.

Lk 13, 30

Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.