Texte

... und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob2, 10) - Hiob ist ein geschlagener Mann. Trotz seines gottesfürchtigen, frommen Lebenswandels trifft ihn ein Unglück nach dem anderen. Seine Herden werden vom Blitz erschlagen, Knechte getötet, die Kinder unter einem einstürzenden Haus begraben. Wo hat Hiob gefehlt? Er ist sich keiner Schuld bewusst und fällt in tiefe Zweifel. Er zerreißt sein Gewand, fällt nieder zur Erde und betet. An dieser Stelle schauen wir Hiob ins Herz. Er hätte Gott fluchen können. Aber in all seiner inneren und äußeren Not betet er: „Der Herr hat‘s gegeben, der Herr hat‘s genommen, der Name des Herrn sei gelobt.“

Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät, sagt ein evangelischer Kollege von mir immer mal wieder. Wir sollen werden wie die Kinder, sagt Jesus immer mal wieder. Kinder und Kindheit sind also besonders mit Segen oder Sehnsucht ausgestattet. Doch wie sind Kinder? Was macht Kinder aus? Hier einige gängige Meinungen: Alle Kinder können malen. Kinder machen Krach. Kinder sind süß. Kinder quengeln rum. Kinder kann man zwar erziehen, aber am Ende machen sie sowieso alles nach, was sie bei ihren Eltern sehen. Kinder brauchen Liebe. Sicher können wir die Liste noch ergänzen. Was meint Jesus, wenn er sagt: Wenn Ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet Ihr nicht ins Himmelreich kommen (Matth. 18,3)?

Der Umgang mit der Wahrheit: „Euer Ja sei ein Ja, Euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösem.“ Mt 5,37 - Eigentlich geht es hier um das Schwören bzw. darum, einen Eid zu leisten. Ein Eid, ein Schwur als Bekräftigung der Wahrheit. Warum ist das notwendig? Bonhoeffer stellte hierzu fest: „Der Eid ist der Beweis für die Lüge in der Welt.“ Damit trifft er ziemlich genau das, was Jesus meint. Es gibt tatsächlich viele Stufen zwischen einer dreisten Lüge und der ganzen Wahrheit. Wir reden von den verdrehten Wahrheiten oder von halben Wahrheiten. Der Umgang mit der Wahrheit ist in unserer Welt eine regelrechte Kunstform.

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Tucholsky Quartier

Unsere Kirche liegt am Rande des Quartiers, dessen Neuplanung angedacht ist. Informationen dazu finden Sie auf dem Blog des Bezirksamtes Altona unter www.tucholsky-quartier.de. Auch wir beteiligen uns an dem - derzeit ruhenden - Entwicklunsgprozess.

 

Wir in Hamburg-Altona

Schon 1601 erlaubte Graf Ernst von Schauenburg den aus den Niederlanden geflohenen, in dem damals kleinen Ort Altona eine Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen. In der Blütezeit der Gemeinde im 17. und 18. Jahrhundert zählten viele Kaufleute, Reeder (Walfang), Unternehmer und Handwerker zu den Mennoniten. Unsere erste Kirche (Große Freiheit) brannte 1713 im Schwedenbrand nieder und wurde durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 1915 wurde die neue Kirche der Mennonitengemeinde an der Mennonitenstraße in Altona-Nord eingeweiht, die uns seitdem als Versammlungsort dient.